Champions League der Kommunikation:
Wertschätzend bleiben – auch mit herausfordernden Gesprächspartnern.
03.06.2025
Nur weil dein Gegenüber respektlos ist, musst du es nicht sein.
Sätze, die ich in verschiedenen Meetings im O-Ton gehört habe:
„Ja, dein Vorschlag ist ganz nett – aber wir brauchen hier echte Lösungen.“
„Ich hoffe, Sie sind dieses Mal endlich besser vorbereitet als letzte Woche.“
„Ganz ehrlich, mit so einer Leistung brauchst du dich über Kritik nicht wundern.“
„Du scheinst ja als Einzige nicht so ganz mitzukommen.“
Spitz, abwertend, respektlos.
Und Alltag in vielen Teams.
Wie reagierst du? Kontern, ignorieren, fliehen?
Kontraproduktiv.
Stattdessen besser:
1. Innere Klarheit als Basis schaffen
Was ist passiert? Wie fühlst du dich?
Dann: Wie möchtest du dich verhalten – unabhängig vom Ton des anderen?
2. Deeskalierend kommunizieren
Du bist nicht für die Kommunikation der anderen Person verantwortlich, sondern für deine eigene. Sprich über das, was du wahrnimmst und bleib in deiner Tonlage und Lautstärke ruhig und selbstbewusst.
Keine Sticheleien. Keine Ironie. Dialog statt Duell.
3. Selbstbewusst Grenzen setzen
Wertschätzung bedeutet nicht, alles zu akzeptieren.
Klare Grenzen drücken häufig den größeren Respekt aus – für dich und deine Gesprächspartner. Erkläre deinem Gegenüber, was du möchtest, und setze deine Grenzen ruhig und bestimmt.
Einfacher gesagt als getan: Bleib bei dir.
Nutze deine Energie, um zu entscheiden, wie du dich verhalten willst, anstatt deine Zeit mit dem Versuch zu verschwenden, andere Menschen erziehen zu wollen.
Du kannst die meisten Menschen nicht ändern.
Aber du kannst entscheiden, wie du mit ihnen umgehst.
Ob du dich provozieren lässt oder Haltung zeigst.
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
Zitat von Viktor Frankl